Um eine Einseitigkeit zu vermeiden, konzentrierte sich das MPG jedoch von Anfang an auch auf den Sport. So wurde 1972 unsere Turnhalle erbaut. Diese stellte jedoch noch keinen ausreichenden Zustand für den Sportunterricht dar und so setzten sich die Eltern und Lehrer jahrelang für den Bau einer Freiluftsportanlage ein, welche letztendlich 1980 in Betrieb genommen werden konnte. Zu den Sportarten wie Handball und Basketball kamen nun nach und nach viele weitere dazu (wie etwa Tennis, Fechten und moderner Fünfkampf).
Nicht nur räumlich entwickelte sich das MPG weiter, es legte auch sehr großen Wert auf internationale Kontakte.Seit 1976 findet am MPG jedes Jahr ein Frankreichaustausch nach Dinan statt. Hier haben die Schüler der neunten Klasse die Möglichkeit, zwei Wochen lang Frankreich und seine Sprache besser kennenzulernen. 1984 kam der USA-Austausch hinzu. In einem dreiwöchigen Austausch haben Schüler der zehnten Klasse die Chance, die Grove-City-Highschool zu besuchen und den Bundesstaat Ohio zu erkunden. Besonders der anschließende viertäge Aufenthalt in New York ist eine beeindruckende Erfahrung.
Die „Schüler-Ingenieur-Akademie“ (SIA) steht für ein Kooperationsmodell von Schule, Hochschule und Wirtschaft und wurde 1999 von der MPG-Lehrerin Marianne Gerny und ihrem Mann sowie Prof. Herbert Bauer (FH Aalen) und Klaus Wolf (Fa. Voith) ins Leben gerufen. Marianne Gerny erhielt dafür 2010 das Bundesverdienstkreuz. SIA konnte in Baden-Württemberg flächendeckend eingeführt werden. Das Modell fördert nicht nur naturwissenschaftlich-technisch interessierte Schüler, sondern eröffnet auch neue berufliche Zukunftsperspektiven im Bereich der Ingenieurswissenschaften.
Das Max-Planck-Gymnasium bietet außerdem als einziges Gymnasium der Region einen bilingualen Zug für sprachlich interessierte und begabte Schüler an. Seit 1999/2000 kann man sich für einen bilingualen Unterricht entscheiden, in dem dann die Fächer Biologie, Erdkunde und Geschichte nach und nach in englischer Sprache unterrichtet werden.Über den Englischunterricht hinaus kann man so einen sehr engen Bezug zur englischen Sprache und Kultur bekommen. Zitat eines Schülers: „Durch den bilingualen Zug habe ich später viele Vorteile in Beruf und Leben. Konversationen und das Schreiben fallen mir deutlich leichter als manch anderen ohne diese zusätzlichen Englisch-Stunden“.
Seit 2001 ist das MPG „Partnerschule für Europa“, verliehen von der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Schule als MINT-Zentrum (und als zweite Schule in Baden-Württemberg) zertifiziert. Das naturwissenschaftliche Profil bedeutet am MPG eine vertiefte Ausbildung in Mathematik und den Naturwissenschaften. Der Verein MINT-EC hat das Ziel, die Unterrichtsqualität in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik an deutschen Gymnasien zu verbessern. Dafür stellt der Verein logistische Unterstützung und finanzielle Mittel zur Verfügung.

Unter der Führung von Dieter Herrlinger und Karl Lugert, die Business@school seit Anfang an tatkräftig unterstützen, feierte das Max-Planck-Gymnasium schon zahlreiche Siege und Erfolge.
Herr Spielkamp hat sich von 1979 bis 2000 dafür eingesetzt, dass für Schüler eine weitere Wahlmöglichkeit besteht. Das ohnehin schon ausgezeichnete Sprachprofil des MPG konnte dann schließlich im Jahr 2007 durch Frau Freybote um einen eigenen sprachlichen Zug ergänzt werden. Wählt man das Sprachprofil, bekommt man zusätzlich zu den Fremdsprachenfächern Englisch und Französisch noch Unterricht im Fach Latein hinzu. Das vielseitige Angebot am Max-Planck-Gymnasium wird bereits durch unsere Schulklassen genutzt. Diese freuen sich auch über ganz sanierte Biologiesäle, sowie eigens für die Fremdsprachen und die Naturwissenschaften eingerichtete Räume, die allesamt mit neuer Technologie ausgestattet sind. Weitere Sanierungen sind bereits zu Gange. Ein modernes und freundliches Ambiente sorgt im MPG für eine angenehme Wohlfühl- und Lernatmosphäre.
Aktuell werden circa 500 Schüler von etwa 50 Lehrern unterrichtet.
Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei Frau Seemann, Herrn Lugert und Herrn Kosnopfel für die Bereitstellung zahlreicher Materialen und Informationen bedanken, ohne die diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre.